Das ABC für Camper - Namibia & Südafrika

 

Wer das südliche Afrika auf eigene Faust entdecken möchte, findet bei uns die passenden Zutaten. Bei der Auswahl unserer Fahrzeug- und Camper-Vermieter legen wir großen Wert auf den besten Zustand der Fahrzeugflotten, auf einen hervorragenden Service vor Ort sowie preiswerte Tarife. Bei der Wahl Ihres „Hotels auf 4 Rädern“ beraten wir Sie gerne und finden das richtige Fahrzeug für Sie!

Während Südafrika und Namibia ohne Probleme mit einem Mietfahrzeug erkundet werden können, gelten bei Fahrten in andere Länder Einschränkungen (z.B. Botswana oder Mozambique). Von Fahrten in Staaten Ostafrikas, wie z.B. Kenia oder Tansania, raten wir jedoch ab. Die folgenden Hinweise sollen Ihnen die Planung Ihrer Urlaubsreise erleichtern.

 

Benzin

Benzin/Diesel sind in den meisten Orten und Nationalparks NUR gegen Bargeld erhältlich. Nur in Südafrika werden beim Tanken teilweise Kreditkarten akzeptiert. Tanken Sie außerhalb Südafrikas wann immer möglich. Das Tankstellennetz ist gebietsweise nicht sehr dicht, daher kann es zu Engpässen in der Versorgung kommen. In der Regel übernimmt ein Tankwart das Betanken für Sie. Er reinigt die Scheiben und bietet Luftdruck- und Ölstandkontrolle an und freut sich über ein kleines Trinkgeld, je nach Aufwand zwischen ZAR/NAD 5-10. Die Kosten für Benzin/Diesel liegen zwischen ZAR/NAD 10 pro Liter in Städten und ZAR/NAD 13 pro Liter in entlegenen Gebieten (Stand: Mai 15).

 

Campingplätze

Südafrika und Namibia haben ein flächendeckendes Netz unterschiedlich ausgestatteter Campingplätze. Selbstverständlich befinden sich diese auch in den zahlreichen Nationalparks. Ein Standplatz kostet zwischen ZAR/NAD 270 und 400 pro Fahrzeug und Nacht mit zwei Reisenden, je nach Standard und ob eine externe Stromversorgung benötigt wird (Powered Site). Außer in der Hochsaison (Weihnachten, Ostern und Juli bis Oktober) und in den Nationalparks ist in der Regel keine Vorausbuchung des Stellplatzes erforderlich, so dass Sie unbekümmert und flexibel reisen können.

 

Distanzen

Südafrika und Namibia sind große Länder - auch wenn längst nicht so viel Verkehr auf den Straßen herrscht wie in Europa, empfehlen wir für die jeweiligen Tagesetappen genügend Zeit einzuplanen. Wir beraten Sie gerne! Die Mietfahrzeuge unserer Anbieter beinhalten jeweils unbegrenzte Freikilometer.

 

Einwegmieten

Einwegmieten sind in den meisten Fällen gegen Gebühr erlaubt. Bitte beachten Sie die Bedingungen bei unseren Vermietern!

 

Fahrtgebiete

Mietwagen und Camper dürfen nur auf geteerten Straßen, Allrad-Fahrzeuge auch auf offiziellen Pisten bzw. Schotterstraßen gefahren werden. Im Falle von Grenzüberschreitungen muss eine schriftliche Erlaubnis vom Vermieter beantragt werden; Grenzübergänge sind meist nur tagsüber geöffnet. Beim Überschreiten von Landesgrenzen wird vom Vermieter eine Gebühr erhoben. Zusätzlich können vor Ort durch die zuständigen Behörden weitere Gebühren, Straßensteuern und/oder zusätzliche Versicherungen erhoben werden. Diese Beträge sind in der Regel in der jeweiligen Landeswährung zu zahlen.

 

Fahrzeugtypen

Camper und Wohnmobile können je nach Marke, Modell, Jahrgang, Motorausführung und technischen Details sowie Innenausstattung gegenüber der Abbildung und Ausschreibung variieren.

Für die Wahl des richtigen Campmobils ist wichtig, dass das Fahrzeug mindestens so viel zugelassene Sitzplätze besitzt wie Passagiere an Bord sind. Das gleiche gilt natürlich auch für die Anzahl der Schlafplätze.

Der Vermieter behält sich die Änderung des gebuchten Wagentyps vor, sollte das gebuchte Fahrzeug auf Grund örtlicher Gegebenheiten (z.B. aufgrund Reparatur, Unfall o.ä.) nicht verfügbar sein. In diesem Falle erhält der Mieter ein Fahrzeug mindestens gleicher oder höherer Kategorie. Daraus resultierende eventuelle Mehrkosten (z.B. aufgrund eines höheren Treibstoffverbrauches) begründen keinen Schadenersatzanspruch.

 

Fahrzeugübernahme und Mietvertrag

Wohnmobile können nur in den Depots der Vermieter und nicht direkt am Flughafen übernommen werden. Für die Fahrzeugübernahme empfehlen wir ca. zwei Stunden einzuplanen. Unsere Partner erklären Ihnen das Fahrzeug genau und machen Sie damit vertraut. Überprüfen Sie sämtliche Funktionen und Ausstattungen vor Fahrtantritt, reklamieren Sie etwaige Beanstandungen oder Schäden umgehend vor Ort und lassen Sie sich diese protokollieren. Sollten Ihnen nach Übernahme Mängel auffallen, wenden Sie sich an die nächstgelegene Vermietstation. Mietfahrzeuge sollten vollgetankt und mit geleerten Toiletten (sofern vorhanden) zurückgegeben werden, andernfalls können vom Vermieter Reinigungsgebühren berechnet werden.

 

Bei Übernahme des Fahrzeugs schließen Sie einen rechtsgültigen Mietvertrag mit dem Vermieter ab. Bitte beachten Sie das Mindestalter für die Anmietung von Mietfahrzeugen. Alle Versicherungen gelten nur bei vertragsgemäßem Verhalten des Mieters und der eingetragenen Fahrer.

Bitte beachten Sie daher insbesondere die Versicherungsbedingungen und die Verhaltensmaßregeln bei Pannen und Unfällen.

 

Kaution

Bei Fahrzeugübernahme ist eine Kaution zu hinterlegen. Dies muss mit einer gültigen Kreditkarte erfolgen, die entsprechend der Höhe der Kaution gedeckt sein muss. Im Schadensfall stellt die Kaution den zu zahlenden Selbstbehalt oder einen Teil des zu zahlenden Selbstbehaltes dar und wird zunächst einbehalten, unabhängig von der Schuldfrage (siehe dazu die Angaben beim jeweiligen Vermieter). Bitte beachten Sie, dass die Kaution Ihren Verfügungsrahmen bzw. das Tages- und Monatslimit Ihrer Kreditkarte schmälert.

Achtung: Da in den Ländern des südlichen Afrikas keine Haftpflichtversicherung laut Gesetz besteht, raten wir dazu, die Versicherungsversion mit geringstmöglichem Selbstbehalt abzuschließen.

 

Pannen und Reparaturen

Trotz sorgfältiger Pflege und Wartung der Fahrzeuge durch unserer Partner können Pannen auftreten oder Reparaturen erforderlich werden. Melden Sie Pannen unverzüglich telefonisch dem Vermieter. Sie erhalten dann Anweisungen für die weitere Vorgehensweise. Die Vermieter ersetzen im Fall von größeren Pannen nur den tatsächlichen Nutzungsausfall, nicht jedoch Mahlzeiten oder Hotelübernachtungen.

Ein nützlicher Tipp für Namibia: Nach einer Reifenpanne dürfen diese nicht geflickt, sondern der Reifen muss ersetzt werden. Schäden am Lack gehen zu Lasten des Mieters. Wir empfehlen während eines Sandsturms nicht maximal 40 bis 50 km/h zu fahren und ausreichend Abstand zu anderen Fahrzeugen zu halten, um das sogenannte „sandblasting“ zu vermeiden.

 

Reisegepäck

Falls Sie ein Wohnmobil an der gleichen Mietstation, an der Sie es übernommen haben, wieder zurückgeben, können Sie in der Regel Gepäckstücke bei der Mietstation deponieren. Weiche Gepäckstücke, wie z.B. Reisetaschen, lassen sich im Fahrzeug besser verstauen als Schalenkoffer und sind besonders bei Allradfahrzeugen empfehlenswert, da hier der Kofferraum stark begrenzt ist.

 

Rückerstattung

Es erfolgt grundsätzlich keine Rückerstattung für nicht genutzte Miettage.

 

Steuern

Die örtlichen Steuern sind bereits in den Mietpreisen enthalten, falls bei den jeweiligen Leistungsbeschreibungen nicht ausdrücklich anders erwähnt. Örtliche Straßensteuern der Nachbarländer sind nicht im Mietpreis enthalten und müssen am Grenzübergang in der jeweiligen Landeswährung gezahlt werden.

 

Umbuchung

Eine Umbuchung wird in manchen Fällen wie eine Stornierung und anschließende Neubuchung behandelt. Über eventuell anfallende Gebühren informieren wir Sie gerne vorab.

 

Verkehr

In Südafrika und Namibia herrscht Linksverkehr. Fahren Sie in den ersten Tagen besonders vorsichtig, bis Sie sich daran gewöhnt haben. Das Anlegen der Sicherheitsgurte ist Pflicht, Alkohol und das Telefonieren am Steuer verboten.

In Namibia beträgt die Geschwindigkeitsbegrenzung 120 km/h auf Teerstraßen; auf Sandstraßen werden zwischen 60 und 80 km/h angeraten. In bebauten Gebieten gilt ein Tempolimit von max. 60 km/h.

In Südafrika sind außerhalb der Städte max. 100 km/h, auf manchen Autobahnen und Schnellstraßen bis zu 120 km/h erlaubt. In bebauten Gebieten sind höchstens 60 km/h zulässig. In den meisten Nationalparks muss langsamer gefahren werden (z.B. Etosha- und Krüger Nationalpark maximal 40 km/h). Tiere haben Vorrang, Zusammenstöße oder Unfälle mit Tieren werden empfindlich bestraft.

Geschwindigkeitsmessungen finden sehr häufig statt, auch in den Nationalparks. Im Falle von Verkehrsverstößen und Bußgeldern wird Ihre Kreditkarte mit der Geldstrafe und einer Bearbeitungsgebühr durch den Vermieter belastet.

In Südafrika gibt es kostenpflichtige Straßenabschnitte (toll roads). Die jeweiligen Gebühren entrichten Sie vor Ort bar oder per Kreditkarte. Zusätzlich gibt es in der Provinz Gauteng ein E-Toll-System, hier werden die Fahrzeuge automatisch gescannt. Die Kosten für die Benutzung trägt der Mieter. Die Abwicklung ist von Vermieter zu Vermieter verschieden - genaue Informationen erhalten Sie bei der Fahrzeugübernahme durch den Vermieter.

 

Versicherungen

Eine Standardversicherung für Sach- und Personenschäden ist im Preis enthalten (eigenes Gepäck ist ausgeschlossen). Die genauen Versicherungsbedingungen entnehmen Sie bitte den Angaben der Vermieter. Um den Selbstbehalt zu reduzieren, werden Zusatzversicherungen angeboten. Nicht zu versichern sind i.d.R. Schäden durch Salzwassereinfluss, sonstige Wasserschäden, Schäden, die durch das Fahren auf nicht zugelassenen Straßen und Pisten entstehen, Reifenschäden und fahrlässig herbeigeführte Schäden. In Namibia ist besonders auf mögliche Reifen-, Windschutzscheiben- und Unterbodenschäden zu achten.

 

Bei Fahrten in Nachbarländer gelten im Schadensfall die jeweiligen Versicherungsbedingungen für diese Länder.

 

Hinsichtlich der maximalen Deckungssumme der Haftpflichtversicherung des jeweiligen Vermieters können häufig nicht die hiesigen Maßstäbe angesetzt werden. Für unsere Mietfahrzeug-Kunden schließen wir deshalb eine zusätzliche Kfz-Reise-Haftpflichtversicherung ab. Sofern nach einem Unfall die maximale Deckungssumme der Versicherung des Vermieters nicht ausreicht, ergänzt unsere HanseMerkur Reiseversicherung diese um maximal Euro 1 Million.

 

Praktische Tipps: Zu Ihrer Sicherheit raten wir Ihnen, nicht bei Nacht zu fahren (Gefahr von Wildwechsel) sowie bei Staubentwicklung die Fahrbeleuchtung Ihres Fahrzeugs einzuschalten. Bei Regen ist, speziell in Namibia auf den sog. Salzstraßen der westlichen Küstenregion, große Vorsicht geboten! Unterschätzen Sie speziell den Zustand der ungeteerten Straßen nicht bzw. überschätzen Sie Ihre Allrad-Erfahrungen nicht.

Stellen Sie bei Übernahme bitte sicher, dass das Reserverad über den korrekten Luftdruck verfügt und passendes Werkzeug sowie ein passender Wagenheber vorhanden sind.

Auf der Fahrt, speziell in abgelegenen Gebieten, sollte stets genügend Trinkwasser mitgeführt werden. Das Leitungswasser in Südafrika und Namibia ist trinkbar, sofern nicht anders angegeben. Abgefülltes Wasser ist fast in jeder Einkaufsmöglichkeit erhältlich.