Das ABC für Camper - Australien

No worries - keine Sorge, dass ist in Australien das oberste Gebot. Dies gilt natürlich auch für die Auswahl unserer Vermieter, die sich um einen guten Zustand der Wohn- bzw. Campmobile sowie einen hervorragenden Service vor Ort bemühen.

Bei der Wahl Ihres „Hotels auf Rädern“ bieten wir Ihnen die unterschiedlichsten Modelle an, vom kompakten Campervan über Geländewagen-Camper bis hin zu einem komfortablen Wohnmobil mit Dusche und WC. Gerne stehen wir Ihnen auch persönlich bei der Wahl des für Sie passenden Fahrzeugs zur Seite!

 

Benzin

Die Kosten für Benzin und Diesel liegen bei ca. AUD 1,20 - 1,40 pro Liter, in entlegenen Gebieten auch darüber (Stand: April 2015).

 

Campingplätze

Australien hat ein dichtes Netz teilweise hervorragend ausgestatteter Campingplätze. Ein Standplatz kostet meist zwischen AUD 35 und 50 pro Fahrzeug und bis 2 Personen pro Nacht, je nachdem, welchen Standard der Platz hat und ob Sie einen Stromanschluss benötigen (Powered Site). Auf eigene Verantwortung kann auch in freier Natur gecampt werden. Beim campen auf Privat- oder Farmgelände sollte die Erlaubnis des Landbesitzers eingeholt werden.

Übrigens: Nur mit dem Camper haben Sie die Möglichkeit, die häufig abgelegenen Nationalparks anzufahren und dort zu übernachten!

 

Distanzen

Der Fünfte Kontinent umfasst mit ca. 8,5 Mio. m2 eine riesige Landmasse - vergleichbar mit Europa! Planen Sie daher für die nicht zu unterschätzenden Distanzen ausreichend Zeit ein oder lassen Sie sich kompetent von uns beraten.

 

Eingeschlossene Leistungen

Bitte beachten Sie die Angaben beim jeweiligen Vermieter und unsere „All Inclusive” Angebote.

 

Einwegmieten

Einwegmieten sind generell erlaubt. Bitte beachten Sie die aufgeführten Einweg- oder Rückführgebühren des jeweiligen Vermieters. Je nach Anbieter und Mietdauer können die Einweggebühren auch ganz entfallen.

 

Fahrtgebiete

Camper und Wohnmobile dürfen nur auf geteerten Straßen, Allrad-Camper auch auf anerkannten Tracks und Pisten gefahren werden. Alle Fahrzeuge dürfen auch mit nach Tasmanien (außer Hippie Camper) oder Kangaroo Island genommen und dort auf asphaltierten Straßen gefahren werden (teilweise ist vorab eine Genehmigung erforderlich). Das Befahren vieler Outbackpisten setzt eine ausdrückliche Zustimmung des Vermieters voraus. Klären Sie deshalb Ihre geplante Route bei Buchung sowie nochmals bei Fahrzeugübernahme ab, da ggf. kurzfristig Änderungen eintreten können.

 

Fahrzeugtypen

Camper und Wohnmobile können je nach Marke, Modell, Jahrgang, Motorausführung und technischen Details sowie Innenausstattung gegenüber der Abbildung und Ausschreibung variieren.

Für die Wahl des richtigen Campmobils ist wichtig, dass das Fahrzeug mindestens so viel zugelassene Sitzplätze besitzt wie Passagiere an Bord sind. Das gleiche gilt natürlich auch für die Anzahl der Schlafplätze. Grundsätzlich empfehlen wir das Fahrzeug „eine Nummer größer" zu wählen. Wichtig ist außerdem, ob man im Fahrzeug nur schlafen oder auch kochen oder duschen oder auch auf ungeteerten Straßen unterwegs sein möchte.

 

Folgende Campmobil-Typen stehen zur Auswahl (die jeweiligen Vermieter verwenden teilweise abweichende Bezeichnungen):

Mini-Camper: Auf sog. Minivans bzw. Großraumlimousinen basierende Reisemobile mit PKW-ähnlichem Platzangebot und eingeschränkter Campingausstattung. Keine Dusche/WC und keine Stehhöhe im Innenraum.

Campervans: Kompakte Kastenwagen (VW Bus-ähnlich) mit Stehhöhe dank festem (Hitop) oder aufstellbarem (Pop-Top) Hochdach, ohne Dusche/WC.

Camper: Geräumige Kastenwagen (z.B. Mercedes Sprinter) mit festem Hochdach, i.d.R. Durchgang zum Wohnbereich, Dusche/WC und kompletter Campingausstattung, meist für maximal 2 Personen geeignet.

Wohnmobile/Motorhomes: Große, komfortabel ausgestattete Fahrzeuge mit aufgesetzter, breiter und geräumiger Wohnkabine für min. 3-4 Personen und i.d.R. Durchgang zur Fahrerkabine und Alkoven mit festem Doppelbett darüber.

4WD-Camper: Ausgebaute, schwere Geländewagen (z.B. Toyota Landcruiser) oder geländegängige Pick-Ups mit aufgesetzter Wohnkabine oder mit Dachzelt oder ein Gespann aus 4WD-PKW und robustem Anhänger, i.d.R. ohne Dusche/WC und Durchgang zur Fahrerkabine. Je nach Modell bauartbedingt (sehr) eingeschränktes Platzangebot.

 

Alle Vermieter behalten sich vor, bei Nichtverfügbarkeit eines bestätigten Fahrzeugs (z.B. aufgrund Reparatur, Unfall o.ä.) den Kunden ein höherwertigeres Modell zu übergeben. Daraus resultierende eventuelle Mehrkosten (z.B. aufgrund eines höheren Treibstoffverbrauches) begründen keinen Schadenersatzanspruch.

 

Fahrzeugausstattung

Die Campmobile sind i.d.R. mit Spüle, Gasherd, Kühlschrank oder Kühlbox, Werkzeugsatz, Klimaanlage (bei kleineren Modellen teilweise nur in der Fahrerkabine), Radio und CD-Spieler und Feuerlöscher ausgestattet. Ebenso gehören Wolldecken oder Schlafsäcke, Kissen, Hand- und Geschirrtücher, Geschirr, Besteck, Kochtöpfe, Wassertank und -kanister, Eimer und Handbesen bei den meisten Fahrzeugen zur Ausstattung. Bedienungsanleitungen, Straßenkarten und Informationsmaterial werden meist gestellt. Je nach Vermieter und Fahrzeugtyp kann die Ausstattung leicht variieren.

 

Fahrzeugübernahme und Mietvertrag

Wir empfehlen, nach Ankunft in Australien und vor Anmietung des Fahrzeugs erst ein oder zwei Tage mit Hotelübernachtungen zur Anpassung an Klima- und Zeitunterschiede zu verbringen. Gerne beraten wir Sie bei der Auswahl günstig gelegener Hotels. Fahrzeuge werden an den Depots der Vermieter (nicht am Flughafen) während der Öffnungszeiten übergeben und angenommen. Für die Fahrt zur bzw. von der Vermietstation empfehlen wir ein Taxi zu nehmen (auf eigene Kosten).

Planen Sie für die Fahrzeugübernahme ca. zwei Stunden ein. Unsere Partner in Australien erklären Ihnen das Fahrzeug genau und machen Sie damit vertraut. Überprüfen Sie sämtliche Funktionen und Ausstattungen vor Fahrtantritt und reklamieren Sie etwaige Schäden umgehend vor Ort. Fallen Ihnen nach Übernahme Mängel auf, wenden Sie sich bitte an die nächstgelegene Vermietstation. Für die ersten Einkäufe empfehlen wir etwa zwei bis drei Stunden einzuplanen.

Bei Übernahme des Campervans oder Wohnmobils schließen Sie einen rechtsgültigen Mietvertrag mit dem Vermieter ab. Bitte beachten Sie das Mindestalter für die Anmietung von Mietfahrzeugen. Alle Versicherungen gelten nur bei vertragsgemäßem Verhalten des Mieters und der eingetragenen Fahrer.

Bitte beachten Sie daher insbesondere die Versicherungsbedingungen und die Verhaltensmaßregeln bei Pannen und Unfällen.

 

Fahrzeugrückgabe

Das Mietfahrzeug muss gründlich gereinigt und vollgetankt zurückgegeben werden. Der Vermieter berechnet Ihnen ansonsten eine Gebühr. Nicht verbrauchtes Propangas wird nicht erstattet.

 

Fahrer & Führerschein

Ein gültiger internationaler Führerschein bzw. eine beglaubigte englischsprachige Übersetzung des nationalen Führerscheins ist zusätzlich zum gültigen nationalen Führerschein erforderlich. Beide Führerscheine müssen für alle Fahrer vorhanden sein und während der Reise mitgeführt werden. Der Internationale Führerschein kann nur noch beantragt werden, wenn gleichzeitig der neue EU-Kartenführerschein ausgestellt ist/wird. Wegen der möglichen Bearbeitungszeiten empfehlen wir Ihnen eine rechtzeitige Beantragung der Dokumente.

Österreich: Nach Angaben der Australischen Botschaft in Wien genügt die Übersetzung des Autoclubs ÖAMTC und ARBÖ, die in Australien anerkannt wird.

 

Kaution

Bei Fahrzeugübernahme ist eine Kaution zu hinterlegen, deren Höhe von der Wahl der Versicherung abhängt und meist von Ihrer Kreditkarte abgebucht wird (siehe auch Mietbedingungen). Im Schadensfall stellt die Kaution den zu zahlenden Selbstbehalt oder einen Teil des zu zahlenden Selbstbehaltes dar und wird zunächst einbehalten, unabhängig von der Schuldfrage. Die Kaution wird voll erstattet, wenn das Fahrzeug sauber, vollgetankt und unbeschädigt zurückgegeben wird. Bei Rückbuchung auf Ihre Kreditkarte können Kursschwankungen zu einem Mehr- oder Minderbetrag führen.

Achtung: Bitte prüfen Sie vor Abreise sowohl das Tages- wie auch das absolute Kreditlimit Ihrer Kreditkarte. Es ist vorgekommen, dass trotz ausreichendem Limit die Abbuchung der Kaution aufgrund der ungewöhnlichen Höhe verweigert wurde. Bitte informieren Sie deshalb vor Abreise ihr Kreditkartenunternehmen über die bevorstehende Transaktion.

 

Mehrfachmieten

Mehrere Mieten bei einem Vermieter können zu einer Gesamtmiete kombiniert werden, um die entsprechenden Langzeitrabatte nutzen zu können. Dies gilt auch für Anbieter, die in Australien, Neuseeland und/oder den USA Fahrzeuge vermieten. Bitte beachten Sie die entsprechenden Hinweise bei den Mietbedingungen.

 

Pannen & Reparaturen

Trotz sorgfältiger Pflege und Wartung der Fahrzeuge durch unsere Vermietpartner können Pannen auftreten oder Reparaturen erforderlich werden. Sämtliche Vermieter gewährleisten Pannenhilfe, i.d.R. über die australischen Automobilclubs. Melden Sie Pannen unverzüglich telefonisch dem Vermieter. Sie erhalten dann Anweisungen für die weitere Vorgehensweise. Die Vermieter ersetzen im Fall von größeren Pannen nur den tatsächlichen Nutzungsausfall, nicht jedoch Mahlzeiten oder Hotelübernachtungen.

 

Reisegepäck

Falls Sie das Fahrzeug an der gleichen Mietstation, an der Sie es übernommen haben, wieder zurückgeben, können Sie in der Regel Gepäckstücke bei der Mietstation deponieren. Weiche Gepäckstücke, wie z.B. Reisetaschen, lassen sich im Fahrzeug besser verstauen als Schalenkoffer.

 

Rückerstattung

Es erfolgt keine Rückerstattung für nicht genutzte Miettage.

 

Saisonzeiten

Jeder Miettag wird nach der ihm zugrunde liegenden Saisonzeit berechnet (bei Flexpreisen ist das Übernahmedatum maßgeblich). Der erste und der letzte Miettag werden jeweils als voller Miettag berechnet.

 

Steuern

Die 10%ige GST-Steuer (Goods & Services Tax) ist bei allen Vermietern in den Mietpreisen enthalten. Die staatliche Steuer (Administration Fee/Stamp Duty) in Höhe von 3% (Stand: April 2015) ist i.d.R. ebenfalls eingeschlossen (bitte beachten Sie die jeweiligen Leistungsbeschreibungen).

 

Tasmanien

Campervans und Wohnmobile dürfen meist vom Festland nach Tasmanien und zurück gebracht werden bzw. auf Tasmanien gefahren werden. Einige Vermieter behalten sich jedoch eine ausdrückliche Genehmigung vor. Teilweise gelten eingeschränkte Leistungen im Falle einer Panne oder eines Unfalles auf Tasmanien. Genaue Informationen erhalten Sie gerne auf Anfrage.

 

Umbuchung

Eine Umbuchung wird in manchen Fällen wie eine Stornierung und anschließende Neubuchung behandelt. Über eventuell anfallende Gebühren informieren wir Sie gerne im Vorfeld.

 

Verkehr

In Australien herrscht Linksverkehr. Das Anlegen der Sicherheitsgurte ist Pflicht, ebenso die Nutzung von Baby- bzw. Kindersitzen für Kinder unter 8 Jahren. Alkohol am Steuer ist verboten. In den Ballungsräumen Sydney, Melbourne und Brisbane gibt es kostenpflichtige Straßenabschnitte, Brücken oder Tunnel (toll roads). Fahrzeuge, die diese Strecken befahren, werden automatisch erfasst. Die Kosten für die Benutzung trägt der Mieter. Die Abwicklung ist von Vermieter zu Vermieter verschieden - genaue Informationen erhalten Sie bei der Fahrzeugübernahme durch den Vermieter.

 

Versicherungen

Im Mietpreis ist eine Fahrzeugversicherung mit Selbstbehalt im Schadenfall eingeschlossen. Der Selbstbehalt der Versicherung entspricht i.d.R. auch der Kaution. Aufgrund der hohen Kaution vor Ort empfehlen wir unseren Kunden den Abschluss einer Zusatzversicherung bzw. eines All Inclusive-Paketes. Letzteres beinhaltet den bestmöglichen Versicherungsschutz des jeweiligen Vermieters, der zu einer Reduzierung der vor Ort zu hinterlegenden Kaution führt. Zusätzlich könne in diesem Paket weitere Leistungen wie z.B. Campingmöbel, Einwegmieten oder örtliche Steuern eingeschlossen sein.

Keine Versicherung deckt in der Regel Schäden durch Salzwassereinfluss, sonstige Wasserschäden, Kupplungsschäden oder Fahrten auf nicht zugelassenen Straßen oder Pisten. Der Versicherungsschutz entfällt ebenfalls bei fahrlässig oder vorsätzlich herbeigeführten Schäden sowie bei Verstoß gegen die örtlichen Mietbedingungen. Einschränkungen beim Versicherungsschutz gibt es in der Regel auch bei Einzelunfällen (Unfälle ohne Beteiligung weiterer Fahrzeuge) bzw. bei Einzelunfällen mit Überschlag (single vehicle roll-over: Unfälle ohne Beteiligung weiterer Fahrzeuge, bei denen Fahrzeugdach oder -seite durch Kontakt mit dem Boden beschädigt werden).

Die Vermieter behalten sich vor, neben den tatsächlichen Reparaturkosten auch den Nutzungsausfall für die Tage, in denen das Fahrzeug aufgrund der Reparatur nicht vermietet werden konnte, in Rechnung zu stellen. Bitte beachten Sie die Versicherungsbedingungen des jeweiligen Vermieters!

 

Hinsichtlich der maximalen Deckungssumme der Haftpflichtversicherung des jeweiligen Vermieters können häufig nicht die hiesigen Maßstäbe angesetzt werden. Für unsere Mietfahrzeug-Kunden schließen wir deshalb eine zusätzliche Kfz-Reise-Haftpflichtversicherung ab. Sofern nach einem Unfall die maximale Deckungssumme der Versicherung des Vermieters nicht ausreicht, ergänzt unsere HanseMerkur Reiseversicherung diese um maximal Euro 1 Million.